Slovak Open 2026 – die Schweiz mischt mit

Das Slovak Open fand in diesem Jahr nicht mehr in der bekannten Spielstätte in Šamorín nahe Bratislava statt, sondern in Dolný Kubín. Die Schweizer Delegation bestand aus zwei jungen Spielerinnen, die die rund 2:15 Stunden lange Transferfahrt auf sich nahmen. Gespielt wurde vom 26. bis 28. Februar 2026 auf sechs tschechischen Platten mit dänischen Bällen.

Damen

Die 25 Teilnehmerinnen wurden in fünf Vierer- und eine Fünfergruppe eingeteilt. Das Teilnehmerfeld war stark besetzt – praktisch ausschliesslich bekannte Namen waren am Start.

Noemi Hofmann zeigte bereits in ihrem ersten Spiel, dass mit ihr zu rechnen ist. Gegen die Polin Elżbieta Mielczarek unterlag sie zwar in zwei Sätzen, konnte im ersten jedoch acht Punkte erzielen. Gegen Tatiana Blattnerová aus der Slowakei gewann sie anschliessend in drei spannenden Sätzen. Im letzten Gruppenspiel musste Noemi Hofmann der Italienerin Sara Fappani gratulieren und spielte somit um die Plätze 13 bis 18.

In der Gruppe von Janine Keller zeichnete sich schnell ab, dass die Französin Elvina Vidot mit drei Siegen als Gruppenerste in die nächste Runde einzog. Dahinter entwickelte sich ein enger Dreikampf um die Plätze zwei bis vier. Janine Keller gewann gegen die Polin Paulina Krupa in drei Sätzen mit 3:11, 12:6 und 12:5. Krupa setzte sich jedoch gegen die Tschechin Tereza Přikrylová mit 11:6, 5:11 und 11:9 durch, während Přikrylová wiederum Keller mit 3:12, 12:6 und 11:4 besiegte. Am Ende fehlten Janine Keller lediglich zwei Punkte zum zweiten Gruppenplatz. Somit spielte auch sie um die Ränge 13 bis 18.

Noemi Hofmann lieferte gegen die Bulgarin Bayrie Apti zwei sehr präzise und spannende Sätze, die mit 14:11 und 11:8 knapp zugunsten der Bulgarin ausgingen. Auch gegen die starke Polin Katarzyna Pietruszyńska hielt sie gut mit und unterlag nur knapp in drei Sätzen mit 13:10, 4:12 und 3:11. Trotz überzeugender Leistungen beendete Noemi Hofmann das Turnier auf Rang 18 – ein respektables Ergebnis in diesem starken Teilnehmerfeld.

Janine Keller nutzte ihre Spielzeit voll aus. Gegen Pauline Eilers aus Frankreich gewann sie den ersten Satz knapp mit 13:10. Der zweite Satz ging mit 11:5 an die Französin. Im dritten Satz lag Eilers bereits mit 10:5 vorne, doch Janine Keller startete eine bemerkenswerte Aufholjagd und drehte den Satz noch zum 13:10 – und damit zum Matchgewinn.

Am Samstag stand fest, dass Katarzyna Pietruszyńska die Gruppe gewann und das Turnier auf Rang 13 abschloss. Janine Keller spielte anschliessend gegen Sonia Tranchina aus Italien um die Plätze 14 und 15. Den ersten Satz gewann die Schweizerin mit 12:6. Im zweiten Satz lag sie mit 5:9 zurück und startete erneut eine Aufholjagd, die diesmal jedoch nicht belohnt wurde. Der Satz ging mit 12:9 an die Italienerin. Im Entscheidungssatz sicherte sich Sonia Tranchina mit 11:5 Platz 14. Die beiden jungen Schweizerinnen konnten sich in diesem starken Teilnehmerfeld dennoch sehr gut behaupten.

Das Semifinal des Vorjahres zwischen Hanna Vilmi aus Finnland und der Polin Elżbieta Mielczarek wurde beim diesjährigen Slovak Open zum Finalspiel. Auch diesmal entwickelte sich eine spannende Partie. In fünf Sätzen mit 4:12, 11:9, 10:13, 12:9 und 5:11 setzte sich die Polin erneut gegen die Finnin durch. Die Bronzemedaille ging ebenfalls nach Polen an Monika Szwałek.

Herren

Das Herrenfeld umfasste 36 Spieler, die in vier Vierer- und vier Fünfergruppen eingeteilt wurden.

Im Semifinal traf Christoff Eilers aus Belgien auf den Polen Krystian Kisiel. Bereits im ersten Satz musste der Belgier aufgrund starker Schmerzen in der Hand ein Medical Timeout nehmen. Am Ende verlor er die Partie mit 8:12, 8:11 und 8:12.

Im anschliessenden Spiel um Bronze setzte sich Christoff Eilers in einer sehr intensiven Partie gegen den Italiener Andrea Lazzarini mit 12:7, 10:13, 7:11, 11:5 und 11:6 durch. Die Ballwechsel waren lang, präzise und von hoher Qualität. An dieser Stelle wünschen wir ihm gute Besserung.

Den Turniersieg sicherte sich der Pole Krystian Kisiel. Im Final gewann er gegen den Bulgaren Hakan Osman in drei sehr ausgeglichenen Sätzen mit 12:10, 13:11 und 12:8.

Dank

Ein besonderer Dank gilt Marketa Kisiel für die Organisation des Turniers sowie allen Schiedsrichtern, Helfenden und Beteiligten. Ebenso danken wir dem Schweizerischen Sehbehinderten- und Blindenverband (SBV) für das grosszügige Sponsoring. Ein weiterer Dank geht an unsere Begleiter Nils Meile und Christoph Keller für das Coaching und die Unterstützung – sowie für das gemeinsame Feiern im Wellnessbereich nach dem Turnier.

Spielplan & Resultate

Der Spielplan ist unter folgendem Link abrufbar:
https://www.showdown-turnier.de/index.php?TN=209&ad=results

 

Schweizer Delegation

Bericht von Janine Keller