Nationales Turnier 2026 in Sargans

Am 11. Juli 2026 wurde in Sargans das nationale Showdownturnier ausgetragen. Parallel dazu fand ein internationales Torballturnier statt und sorgte für ein abwechslungsreiches Sporterlebnis. Für die Besucherinnen und Besucher stand im Freien ein Showdowntisch bereit, an dem sich unter der Dunkelbrille jede und jeder selbst an dieser faszinierenden Sportart versuchen konnte. Auch die Torballer stellten ein Spielfeld zum Ausprobieren zur Verfügung. Am Stand des VBM (Verein für Blindenhunde und Mobilitätshilfen, Liestal) konnten sich Interessierte über Blindenführhunde informieren oder beim Blindjogging- und Tandemstand unter der Dunkelbrille selbst erleben, wie sich diese Sportarten anfühlen.

Die Besonderheit des nationalen Showdownturnieres besteht darin, dass es keine Geschlechtertrennung gibt, was Jahr für Jahr zu spannenden Begegnungen sowie überraschenden Resultaten führt. Gespielt wurde auf drei tschechischen Platten mit neuen dänischen Bällen. Unsere 24 Athletinnen und Athleten zeigten einmal mehr eindrucksvoll ihr Können und sorgten für hochklassigen Showdownsport.

Spielplan

Wie bereits an der Schweizer Meisterschaft 2025 wurde die Vorrunde im Ligasystem ausgetragen. Für die Spielenden bedeutete dies von Beginn an volle Konzentration, denn nach der Liga ging es direkt im KO-System weiter. Dabei wurden die Ränge 1 bis 4, 5 bis 8, 9 bis 12 usw. jeweils in Vierergruppen ausgespielt. Innerhalb dieser Gruppen trat der Erstplatzierte gegen den Viertplatzierten sowie der Zweite gegen den Dritten an.

Vorrunde

Da sich nur die ersten vier der Liga für das Semifinale qualifizierten, zählten nicht nur Siege und Satzgewinne, sondern auch das Torverhältnis. Rita Dütsch sicherte sich mit drei Zweisatzsiegen und 52 Punkten den ersten Platz der Vorrunde. Dicht dahinter folgte Janine Keller, ebenfalls mit drei Zweisatzsiegen und 50 Punkten. Marc Sommer, der amtierende Schweizer Meister, erreichte auch drei Zweisatzsiege und 50 Punkte. Da er jedoch im direkten Vergleich einen Minuspunkt mehr aufwies, reihte er sich hinter Janine Keller auf Rang drei ein. Kurt Halbheer komplettierte das Semifinalfeld mit drei Siegen und 41 Punkten.

Barbara Trudel gewann zwar ebenfalls drei Spiele in zwei Sätzen, verpasste das Semifinale jedoch knapp. Mit 29 Punkten lag sie hinter den 41 Punkten von Kurt Halbheer. Bereits in ihrem ersten Spiel verlangte Hanspeter Mattis ihr alles ab. Trotz ihres Sieges mit 12:10 und 11:7 musste sie einige wertvolle Punkte abgeben. Auch Philipp Herrsche stellte Barbara Trudel mit seinem schnellen Spiel vor grosse Herausforderungen. Sie setzte sich schliesslich mit 12:10 und 12:8 durch. Dank ihrer grossen Erfahrung und Ruhe brachte sie dennoch alle drei Siege ins Ziel.

Roland Studer belegte in der Liga Rang sechs, nachdem er gegen Noemi Hofmann einen Satz abgeben musste. Er gewann die Partie äusserst knapp mit 10:12, 11:8 und 14:11. Dadurch klassierte sich Noemi Hofmann direkt hinter ihm auf Rang sieben, wodurch sich die beiden in der KO-Phase erneut gegenüberstanden. Wieder zeigte Noemi Hofmann eine starke Leistung und stellte Roland Studer vor grosse Herausforderungen, musste sich jedoch erneut knapp in drei Sätzen mit 11:5, 6:11 und 8:11 geschlagen geben.
Auch Andrii Tsvietkov spielte um die Ränge 5 bis 8. In der Vorrunde lieferte er sich mit Antonella Zanatta ein intensives Duell, in dem er sich dank einer starken Leistung mit 12:9 und 12:7 durchsetzen konnte.

Die beiden jungen Spieler Tom Steiner und Adrian Berger sorgten ebenfalls für ein spannendes Ligaspiel. Adrian Berger gewann nach drei umkämpften Sätzen mit 8:12, 12:10 und 11:9. Später traf Tom Steiner auf Jacqueline Kientsch, die ihr erstes Turnier bestritt. Mit ihrer präzisen Spielweise entschied sie die Begegnung mit 13:10 und 11:7 für sich.

Weiterer Spielverlauf – KO-System

Im weiteren Turnierverlauf begegneten sich Jacqueline Kientsch und Tom Steiner erneut. Diesmal setzte sich Tom Steiner dank seiner Turniererfahrung mit 11:8 und 12:10 durch. Jacqueline Kientsch durfte sich an ihrem allerersten Showdownturnier über einen starken 19. Rang freuen.

Im Spiel um Rang 11 duellierten sich Susanne Trudel und Philipp Herrsche Mit seinem enormen Tempo setzte Philipp Herrsche seine Gegnerin immer wieder unter Druck. Susanne Trudel hielt jedoch dagegen und gewann nach drei spannenden Sätzen mit 3:12, 11:7 und 14:12.

Josef Stöckli traf auf Astrid Hess. Trotz der Zweisatzniederlage gegen den erfahrenen Josef Stöckli zeigte Astrid Hess mit 13:16 und 4:11 ihre deutlichen Fortschritte. Am Ende durfte sie sich bei ihrem zweiten Showdownturnier über den 10. Rang freuen.

Noemi Hofmann verlor ihr Spiel gegen Andrii Tsvietkov nur knapp und belegte schliesslich Rang acht, während Andrii Tsvietkov das Turnier auf Rang sieben abschloss.
Roland Studer schien auch im letzten Spiel die volle Spieldauer auskosten zu wollen. Gegen Barbara Trudel setzte er sich nach drei hart umkämpften Sätzen mit 12:9, 10:13 und 11:6 durch. Damit beendete Roland Studer das Turnier auf Rang fünf und führte die meisten Dreisatzspiele durch. Barbara Trudel landete somit auf dem hervorragenden sechsten Platz.

Im ersten Semifinale zwischen Kurt Halbheer und Rita Dütsch entwickelte sich eine intensive Begegnung. Kurt Halbheer gab von Beginn an das Tempo vor und demonstrierte seine Stärke. Rita Dütsch liess sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen und entschied die Partie dank ihrer Erfahrung mit 11:8 und 11:9 für sich. Besonders bemerkenswert war Kurt Halbheers Aufholjagd im zweiten Satz, nachdem er bereits mit 2:9 zurückgelegen hatte, musste er dennoch den Satz abgeben.

Das zweite Semifinale brachte eine Neuauflage des Halbfinals der Clubmeisterschaft in Oerlikon 2026 – diesmal allerdings mit einem anderen Ausgang. Marc Sommer setzte sich gegen Janine Keller in zwei Sätzen durch. Die Zuschauer bekamen lange, präzise und hochklassige Ballwechsel zu sehen.

Im Bronzespiel trafen Janine Keller und Kurt Halbheer aufeinander. Kurt Halbheer fand im ersten Satz noch nicht richtig ins Spiel und musste diesen deutlich mit 1:11 abgeben. Im zweiten Satz zeigte er sein gewohnt starkes Niveau und machte es Janine Keller deutlich schwerer. Dennoch gewann sie auch diesen Satz mit 11:9. Mit einem 11:4 im dritten Satz sicherte sich Janine Keller verdient die Bronzemedaille.

Final

Im Final standen sich – wie bereits vor zwei Jahren in Winterthur – Marc Sommer und Rita Dütsch gegenüber. Beide boten den Zuschauerinnen und Zuschauern hochklassigen Showdownsport. Einige Eigenfehler von Rita Dütsch nutzte Marc Sommer konsequent aus und sicherte sich mit 11:6, 11:5 und 11:4 den Turniersieg.

Dank

Ein grosses Dankeschön gilt unserem Sponsor PluSport. Ebenfalls ein grosses Dankeschön geht an Stephan Dütsch, der uns sowohl den Spielplan als auch die Homepage des Spielplans zur Verfügung gestellt hat. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Vivien Stadler und Edith Rogger für ihre grossartige Arbeit am Präsentationsstand und ihren Einsatz, unseren Sport den Besucherinnen und Besuchern näherzubringen. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an unsere Schiedsrichter Simon Schneiter, Stephan Dütsch, Christoph Keller, Mathias Hauser, Pius Portmann, Reinhard Hess und Ruth Zirkel, die uns kompetent und engagiert durch die spannenden Partien begleitet haben.

Spielplan und Rangliste

Den Spielplan sowie die Schlussrangliste findet ihr unter folgendem Link:
https://sd-development.ch/showdown/schedule.xhtml?tn=nat26

Impressionen

Final - Rita Dütsch vs Marc Sommer

Bericht von Janine Keller